Kampf gegen Klimawandel Energiewende? Finden alle toll – außer, wenn es konkret wird Der Umstieg auf erneuerbare Energien stockt. Bürokratische Hürden machen Öko-Kraftwerke unrentabel,  besorgte Bürger stoppen Windparks. Zweieinhalbtausend Tage der Enttäuschung stehen Rainer Spies ins Gesicht geschrieben. Er sitzt am Küchentisch seines Einfamilienhauses im Örtchen Reinsfeld bei Trier. Vor dem ergrauten 67-Jährigen liegen Dokumente, in denen er Passagen mit Textmarkern hervorgehoben hat. Er seufzt: „Seit sieben Jahren halten die uns hin!“ Die, das ist die Kreisverwaltung. Spies wollte 2012 als Ortsbürgermeister den Klimaschutz vorantreiben und auf Gemeindegrund Windräder aufstellen lassen. Ein Investor stand bereit: der Energiekonzern EnBW. Hatte nicht Kanzlerin Angela Merkel gewarnt: „Wenn wir nichts tun, werden Millionen Menschen leiden!“ Die Bürger standen hinter der Idee. Denn die Mühlen würden die klamme Kommune entlasten. Spies zeigt den Vertrag: „Wir bekämen pro Anlage 83.000 Euro Jahrespacht von den Betreibern.“ Doch die Kreisverwaltung gab kein grünes Licht. Bis heute nicht. Immer wieder verlangte sie neue Expertisen. Viermal forderte sie einen neuen Flächennutzungsplan an. Hunderte Büroordner füllten sich. 900.000 Euro Steuern fraß der Bürokram. „Heute Morgen“, sagt Spies, „sollten vier Anlagen genehmigt werden. Aber wieder nix!“ Wegen Schwarzstörchen, die gefährdet seien. Den Job als Bürgermeister hat Spies inzwischen geschmissen.
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Stagnation in ganz Deutschland Reinsfeld ist überall: Die Energiewende stockt. Nach frühen Erfolgen geht es kaum mehr voran. Nimmt man Strom, Wärme und Verkehr zusammen, stammen gerade einmal 17 Prozent der bundesweit eingesetzten Energie aus erneuerbaren  Energiefeldern.
Achtung, Betrug Darum solltest du das Jahr 2020 ausschreiben Wer Zeit sparen will und auf Checks oder Verträgen die Jahresangabe abkürzt, eröffnet Betrügern eine neue Möglichkeit für Fälschungen. Mit dem neuen Jahr hat auch ein neues Jahrzehnt begonnen. Es dürfte bei vielen noch eine Weile dauern, bis sie nicht mehr 2019 schreiben, wenn sie 2020 meinen. Eine weitere Neuheit mit dem neuen Jahr ist, dass die Abkürzung des Jahres zumindest 2020 nicht empfehlenswert ist. Behörden raten zur vollständigen Ausschreibung und schlagen Alarm. Wer beim Ausfüllen eines Vertrags, eines Checks, einer Rechnung oder Quittung das aktuelle Jahr mit 20 abkürzt, spart zwar Zeit, kann aber betrogen werden. Oft ist hinter der 20 genug Platz, um zwei weitere Zahlen einzufügen und damit die Jahresangabe zu fälschen. So wird aus 20 etwa 2019 oder 2021, Betrüger könnten so etwa den Zahlungsbeginn eines Vertrags, die Checkfrist oder Liefertermine abändern. Wenn man etwa einer Zahlung ab 15.1.20 zustimmt, könnten Übeltäter es so drehen, dass man ab dem 15.1.2019 zur Zahlung verpflichtet ist, und versuchen, das zusätzliche Geld einzutreiben. Auch die Gültigkeit vieler Gutscheine lässt sich einfach verlängern. Die Betrugsmöglichkeiten sind vielfältig. Vollständig schreiben, um auf der sicheren Seite zu sein Rechtsanwalt Martin Steiger findet die Empfehlung der Behörden sinnvoll, wie er auf Anfrage zu 20 Minuten sagt. «Ich erwarte nicht viele Betrügereien dieser Art, empfehle aber immer die volle Ausschreibung», sagt er. Als Alternative rät Steiger, einen Strich hinter die Jahresangabe zu machen. Ebenfalls empfehlenswert sei, das Datum gemäss internationalem Standard umzukehren. Wenn das Jahr zu Beginn des Datums steht, bleibt kein Platz für Fälschungen. Noch grösser sei die Betrugsgefahr jedoch bei Verträgen in digitaler Form wie etwa bei PDFs. Dominique Roten, Sprecher des Konsumentenforums, erwartet keine massiven Betrugsfälle dieser Art in der Schweiz, wie er auf Anfrage sagt. Da Verträge hierzulande immer im Doppel unterzeichnet würden, sei ein solcher Betrug zwar nicht unmöglich, aber schwierig. Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, sagt: «Ich empfehle, bei jedem handschriftlichen Zahlungsvorgang das Jahr immer vollständig zu schreiben, um auf der sicheren Seite zu sein.» Problem bekannt, noch keine Beweise Auch Schweizer Finanzinstitute kennen das Problem der Betrugsmöglichkeit bei abgekürzter Jahreszahl. Die UBS etwa ist sich der Problematik bewusst, wie Mediensprecherin Laura Urech auf Anfrage sagt. Die UBS sensibilisiere ihre Kunden entsprechend. Welche Massnahmen die Bank tätigt, wollte Urech aber nicht sagen.
Das Problem ist vor allem in den USA akut, wo etwa Checks weiter verbreitet sind als in der Schweiz. Deshalb warnen die US- amerikanischen Behörden grossflächig. Ira Rheingold, Direktor des Verbands der nationalen Verbraucherrechtsanwälte, wird in verschiedenen Medien wie folgt zitiert: «Wenn Sie ein Datum auf ein Dokument schreiben, verkürzen Sie das Jahr nicht.» Zwar gebe es noch keine Beweise, dass jemand auf diese Weise betrogen wurde. Doch auch die Polizei in den USA rät, 2020 stets vollständig zu schreiben, um Betrugsmöglichkeiten zu verringern Ab dem Jahr 2020 gilt für Personenwagen ein Zeitwert von 95 Gramm CO" pro
Vollständige Jahresangaben bei der Vertragsunterzeichnung können Betrug vorbeugen. Folgende Änderungen für 2020 sollten Konsumenten ebenfalls wissen. Das Problem ist vor allem in den USA akut, wo Checks weit verbreitet sind. Die Polizei schlägt Alarm.
Kilometer. Damit dürfen die Autos einer Hersteller-Flotte im Schnitt nicht mehr als 95 Gramm CO" pro Kilometer ausstossen. Ansonsten drohen den Herstellern höhere
Bussen. Klein- und Privatimporteure müssen vor der Fahrzeugzulassung die CO"-Emissionen beim Bundesamt für Strassen bescheinigen lassen. Die CO"-Limite gilt aber nur für Neuwagen.
CO"-Grenzwert fürs Auto
Energiewende? Stagnation in ganz Deutschland