Riesenfund von seltenen Erden
OSlO Ein Vorkommen seltener Erden in Südnorwegen ist
nach Angaben eines Bergbauunternehmens das größte bislang
bekannte in Europa. Neue Untersuchungen hätten ergeben,
dass das Fensfeltetorkommen in der Region Telemark 8,8
Millionen Tonnen der wertvollen Metalle enthalte, erklärte
das Unternehmen Rare Earths Norway. Damit würde das Lager
das 2023 entdeckte Vorkommen von Kiruna in der Per-Geijer-
Lagerstätte in Schweden deutlich übertreffen, die mit ein bis zwei
Millionen Tonnen bislang als grösstes in Europa galt. Rare
Earths Norway strebt nach eigenen Angaben einen Start des
Abbaus im Fen Carbonatite Complex (FCC) rund 100
Kilometer südwestlich von Oslo ab 2030 an.
Die Förderung ist komplex, weil die Metalle in der Regel in
Verbindungen in Erzschichten enthalten sind. Auch ist der
entstehende Giftschlamm umweltschädlich. Die Metalle der
seltenen Erden oder Lanthanoiden – darunter etwa Cer, Holmium,
Neodym, Terbium oder Lanthanium – sind eine Reihe von
Elementen, die etwa für die Produktion von
Windkraftgeneratoren, Mobiltelefonen oder Elektroautos,
aber auch von Polituren und Leuchtmitteln gebraucht werden.
Der mit Abstand größte Teil der weltweiten
Produktionsmenge stammt bislang aus China. TRX
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