SEIN PFERD TÜRKENSCHRECK vom Ritter Runkel von Rübenstein Spricht man von Ritter Runkel, muß man auch von seinem Schlachtroß (Heft 90; Band l, l. Heft), dem schwarzen Hengst (Heft 98; Band 2, l. Heft) Türkenschreck, sprechen. Mit ihm war bereits Runkels Vater im Orient. Das Pferd wurde erst nach den Erlebnissen des alten Rübensteiners im Morgenland von ihm Türkenschreck getauft. Als er den Sohn ins Morgenland verabschiedet, rät er: »Richte dich immer nach Türkenschreck, mein Junge. Er kennt den Weg und weiß genau, wo der Schatz liegt.« Runkel verspricht, Türkenschreck, der seine fünfunddreißig Jahre auf dem Fell hat, wie seinen Augapfel zu hüten (Heft 98; Band 2, l. Heft).  Das Roß macht auf der Morgenlandfahrt eine ähnlich leidvolle Geschichte durch wie die Ausrüstung des Ritters. Einige Male werden Türkenschreck und Runkel getrennt, aber sie kehren gemeinsam auf die heimatliche Burg zurück.   Zwischen Roß und Reiter besteht eine innige Zuneigung. Der Rübensteiner zeigt sich dem Tier gegenüber stets edel und loyal. Türkenschreck dankt seinem Herrn mit besonderer Anhänglichkeit.  Mehrmals müssen die Morgenlandreisenden ihre Pläne ändern, Umwege und Verzögerungen in Kauf nehmen, weil Türkenschreck von seinem Herrn getrennt wird und Runkel auf sein geliebtes Roß nicht verzichten will und kann. Als Runkel und seine Knappen entführt werden, bleibt Türkenschreck auf der schwimmenden Burg zurück (Heft 93; Band l, 4. Heft). Er muß Mehlsäcke schleppen. Als der Rübensteiner in die Lagunenstadt zurückkehrt, sieht er, wie man sein stolzes Roß degradiert hat: »Ein Skandal ist es, wenn man Ritterpferde zu Lastgäulen erniedrigt!« Türkenschreck erkennt seinen Herrn am Pfiff und leckt ihm vor Freude das Gesicht (Heft 102; Band 2, 5. Heft).  Nach der Beraubung der »Mirabella« wird Runkels Pferd von den Teufelsbrüdern auf die Burg des Janos Koloda gebracht (Heft 105; Band 3, 2. Heft). Während die geplünderten Zweibeiner in die Nacht hinausgejagt werden, verbleibt das Pferd auf Geheiß des Hauptmanns in der Hand der Räuberbande. Wegen seines »braven Rosses« flieht dann Runkel auch nicht mit der wiedereroberten »Mirabella«, sondern bleibt mit Dig und Dag zurück und begibt sich somit wieder in die Gewalt der Teufelsbrüder. Seine Begründung für diesen Schritt lautet: »Was fange ich ohne ihn nur an? Er allein kennt doch die Stelle im Sarazenenland, wo der Schatz liegt!« (Heft 106; Band 3, 3. Heft) Auf der Flucht vor den Teufelsbrüdern aus der brennenden Burg ist Türkenschreck wieder dabei (Heft 107; Band 3, 4. Heft).
H. Aurich
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