Geschichte aus der Lausitz weiter zurück
 Die Anfänge  Die Wolfschenke lag zwar an einem alten Handelsweg, der vor Ort Alte Heeresstraße genannt wird und mindestens seit dem Mittelalter existierte, aber eine Schenke scheint es an dieser Stelle nicht gegeben zu haben. Wahrscheinlich gab es im  alten Dorf Wolfshain eine Schenke. In den Görlitzer Bekenntnissen wird berichtet,  dass 1479 Räuber in den ,, cretschin gen Wollhayn" geflohen sind, dort vier Pferde gestohlen, von denen sie später zwei in  Spremberg verkauften. Mit „cretschin" ist das Wort Kretscham gemeint, eine vor allem in der Oberlausitz gebräuchliche Bezeichnung für einen Dorfkrug.  In seiner Chronik der Parochie Dubraucke, zu der das Dorf Wolfshain gehörte, erwähnt Pfarrer Hermann Vetter für die  Jahre 1680 und 1790 einen Schenker in  Wolfshain.  Dabei bezieht er sich auf das Rechnungsbuch der Kirche Eichwege, das für 1680  die Höhe der Abgaben des Wolfshainer  Krügers an den Pfarrer und Küster verzeichnet und das Jahr 1740 auf das Wolfshainer Urbarium. Beide Jahreszahlen sind aber kritisch zu hinterfragen. Das Kirchenbuch nennt zwar einen Krüger in  Wolfshain, dabei wird aber nicht klar, ob es sich um eine Person mit dem Beruf Krüger oder mit dem Namen Krüger handelt. Einmalig im Jahr 1699 erscheint ein „Girge", also George, ein Schenkers Sohn von Wolfshain. Allerdings könnte es  sich hierbei auch um einen Schreibfehler  handeln und gemeint sein könnte George Melde, Schenker in Dubebraucke. Zu den wenigen Eintragungen, die auf einen Krüger hindeuten, gehören die Eintragungen von 1709, als „als ,,Hanß des Krügers Von  Wolffeshayn" seinen Sohn Martin taufen  lässt und 1732, als „Anna die izige Krügerin" erwähnt wird. In den anderen Dörfern der Kirchengemeinde wurde die Berufsbezeichnung Schenker verwendet, dies könnte darauf hindeuten, dass sich alle  Eintragungen über Wolfshainer Krüger auf die Kossäten-Familie mit dem Namen  Krüger beziehen und es sehr lange keine  Schenker im Ort gab. Andererseits lässt das Kirchenbuch häufig die Familienamen weg und gibt stattdessen den Beruf an, z. B. Merlin. Schäffers Knecht; Elias, Müllers Sohn oder Matthes Schenker und Richter in Dubraucke. Es ist sogar möglich, daß die Berufsbezeichnung Krüger in Wolfshain zum Familienamen wurde. Eine Familie die in Wolfshain Krüger waren, den Ausschank aufgaben, aber den Familienamen behielten.  Für das Jahr 1790 verzeichnet das Wolfshainer Urbarium alle zum Gut gehörenden Untertanen. Neben dem Nachtwächter, Schäfer, ,,Justiciarius“, Vogt und Schweinehitren, sind dies auch Schnitter. Harker. Groß-. Mittel-, Ochsen-, und  Kuhknechte, aber auch Groll-, Mittel-, und Kleinkutscher. Bei den Einnahmen wird auch eine „Schänk Pacht" aufgezählt, die aber mit —-—— angegeben wird. Das heißt, eine Schenke scheint nicht mehr oder noch nicht verpachtet gewesen zu sein. Gleichzeilig ist aber das ,,neue Haus bey der Schänke" verpflichtet 8 Taler jährliche Zinsen zu zahlen. Dies deutet daraufhin, dass die Gutsherrschaft  in diesen Jahren bemüht war, die Schenke und um sie herum eine neue Kolonie begründen.  Der Muskauer Dichter und Komponist Leopold Schefer erinnert sich an ein Treffen mit Johann Gottlieb Fichte, dem großen  Philosophen des deutschen Idealismus,  der in den Jahren 1786/87 Hauslehrer der  Kinder der Familie von Helbig in Wolfshain war. Über sein Treffen mit Fichte in Wolfshain schreibt Schefer: „Einst suchten ihn Vater und Sohn in Wolfhayn auf. Man fand ihn [Fichte] im rothen Rock, den dreieckigen Hut auf dem Kopfe, in der SCChenke, mit einem sehr hübschen Landmädchen – das eine Braut zu sein schien – tanzend.“ Ob es sich hierbei tatsächlich um die Wolfshainer Schenke handelt, lässt sich nicht bestimmen. Vielleicht trafen sich Schefer und Fichte in der etwas näher gelegenen Dorfschenke in Tschernitz oder nach dem Gottesdienst in Eichwege, wo Fichte nachweislich prädigte, vieleichtr gingen sie auch in  die Schenke der Glashütte Friedrichshain, in der man auf Glasfabrikanten traf, die zu jener Zeit höher als die dörfliche Bevölkerung anzusehen waren. Die Grundung einer Schenke anßerhalb des Dorfes liegt wohl im Zusammenhang mit der Holznutzung gegen Ende des 18. Jahrhunderts und der 1766 gegründeten Glashütte Friedrichshain. Ab 1769 werden im Eichweger Kirchenbuch unterschiedliche Pechbrenner in der ,,Wolfshaynsche[n] Heide“ genannt die sich vielleicht in der Nähe ihres Pechofens niederließen, um bei dem tagelangen Schwelprozess vor Ort zu sein. 1794 wird auch der Hausmann George Lehmann und seine Frau Liesa in der Wolfshaynschen  Heide erwähnt - wahrscheinlich als Bewohner des neuen Hauses hei der Schenke. Für die Pechgewinnung mussten große Mengen an Holz verschwelt werden und der Wald wurde wie bei der Köhlerei intensiv genutzt. Das gewonnene Pech wurde vor allem als Schmiermittel z.B. für Wagenräder und beim Bau der alten  Schrotholshäuser verwendet. Sicherlich fand es auch Einsatz in der 1766 gegründeten Glashütte Friedrichshain, die mit ihrem hohen Holzbedarf den Holzeinschlag zusätzlich steigerte und Freiflächen im Wald verursachte - freie Plätze für neue  Siedlungen.                                 .:  Der zunehmende Warenverkehr, auch durch die Glashütte, scheint die Gründung einer Schenke an diesem Weg zumindest begünstigt zu haben. 1839 heißt es: ,,Übrigens befindet sich noch bei Wolfshain eine große Glasfabrik, welche dazu beiträgt, daß Brennerei und Brauerei im besten Flore sind.“
Geschichte aus der Lausitz. Aus dem Jahr 2024! Adamsschenke, Auf der Handelsstraße mit "Markus Robisch auf Spurensuche" Ihre Anfänge liegen im Dunkeln. Aber sie dürfte an dieser Stelle erst kurz vor 18OO entstanden sein.